Eine geheime Bruderschaft, ewige Jugend und eine außergewöhnliche Liebe

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Eine geheime Bruderschaft
Eine außergewöhnliche Liebe

Um den letzten Wunsch ihrer sterbenden Mutter zu erfüllen, kündigt die 28-jährige Wienerin Eva für ein ungeliebtes Studium ihren Traumjob. Bei ihren Recherchen stößt Eva auf die seit Jahrtausenden existierende Sekte „Adolescentia Aeterna“. Welches Geheimnis hütet die Bruderschaft der „Ewigen Jugend“, deren Mitglieder angeblich Jahrhunderte alt sind?
Der geheimnisvolle Fremde, den Eva in einem Lokal kennenlernt, ist verführerischer als eine Tasse heiße Schokolade nach einem langen Spaziergang im Schnee. Eva ergreift die Flucht vor seinem überheblichen Charakter und seiner dunklen Seele. Sie will das, was sie schließlich von ihm erfährt, nicht glauben. Doch kann man seinem Schicksal entfliehen?

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Leseprobe:

Prolog

Wien, Jänner 1991

Der weitläufige Raum war durchflutet von anrüchigem rotem Licht, das ein riesiger Kristalllüster spendete. Die glatte Oberfläche der antiken Mahagonischränke glänzte. Der Geruch nach Massageöl erfüllte die Luft genauso wie der Duft der zahlreichen, im Raum verteilten Kerzen.

Ein höchst erregtes Pärchen räkelte sich in einem Ohrensessel mit geschnitzten, goldüberzogenen Lehnen. Die beiden versuchten, sich mit einfallsreichen Zärtlichkeiten gegenseitig zu übertreffen. Während der Mann mit der Zunge die Kontur des Kinns der Frau nachfuhr, knetete die Hand der Frau den Hintern des Mannes durch die Anzughose.

„Lukas“, seufzte die Frau, als ihr Partner sanft zubiss. Sie kicherte, während er Brustwarzenklemmen hervorzog und provokant vor ihrem Gesicht baumeln ließ.

Keine fünf Schritte weiter rieben sich auf einem Diwan zwei Frauen gegenseitig mit einer klaren, glänzenden Flüssigkeit ein. Die Hand der blonden Frau strich über den nackten Oberkörper der braunhaarigen Schönheit und verweilte dann auf ihren Brüsten. Als ein Daumen vorwitzig über die Brustwarze strich, bog die Braunhaarige stöhnend den Rücken durch.

Zwei Männer beobachteten die Frauen von ihren Sesseln aus und unterhielten sich leise. Hinter ihnen tanzten zu leisen Jazzklängen einige Pärchen, die nichts am Leib trugen außer zarter Dessous.

Zwischen den verschlungenen, sich stimulierenden Paaren lief ein Mann umher, der das Treiben mit missbilligenden Blicken bedachte. „Eine Enttäuschung“, murmelte er. „Nichts, was ich nicht bereits viele Male gesehen hätte.“ Die Düsternis, die seine Seele in Klammergriff hielt, verwandelte sich langsam in Dunkelheit. In absolute Schwärze.

„Der Abend ist noch jung, Bruder!“, meinte sein Begleiter. „Wenn wir die ersten Rituale durchgeführt haben, wirst du die Macht spüren.“

Er schüttelte fast unmerklich den Kopf. „Es werden dennoch die alten Rituale sein.“

„Dann ist es an der Zeit, Grenzen zu überschreiten.“

Der Älteste blickte den anderen mit seinen nahezu schwarzen Augen an „Ich bin es müde, Manus. Man sollte meinen, ich wüsste dieses Leben zu schätzen. Aber tatsächlich bin ich des Ganzen überdrüssig.“

„Niemand verlangt, dass du die Freuden des Lebens jederzeit zu genießen weißt. Schließlich bist du der Älteste.“

„Deshalb ist es meine Pflicht, euch ein gutes Vorbild zu sein.“

„Du solltest dich zwei, drei Jahre zurückziehen. Danach fühlst du dich sicher wieder gestärkt.“

Er seufzte, fuhr sich durch das kurzgeschnittene, schwarze Haar. „Zwei, drei Jahre werden nicht reichen“, flüsterte er. Dann schüttelte er den Kopf. „Verzeih, Bruder. Ich sollte dir mit meiner schlechten Laune nicht den Abend verderben.“

„Als deine rechte Hand werde ich gerne …“

Der Älteste hob abwehrend eine Hand. Dieser reizbare, nörgelnde Charakterzug war neu. Und darüber hinaus furchtbar blamabel. „Am besten vergessen wir dieses Gespräch. Ich komme schon darüber hinweg.“

„Du solltest deine Kräfte sammeln.“

„Das hat noch Zeit“, antwortete der Älteste hastig.

„Im letzten Jahrzehnt hast du dich für Keine entschieden. Wir wissen nicht, welche Auswirkungen das auf dich haben kann.“

Der Älteste wusste, worauf Manus hinauswollte. Sein Körper dürstete nach der Einen. Auch er hatte das Gefühl, seine an Depression grenzende Niedergeschlagenheit könnte mit seiner Enthaltsamkeit zusammenhängen. Er befürchtete nur, er war bereits zu tief in das dunkle Loch gefallen, um allein einen Weg zurück ins Licht zu finden.

Bevor er diese unangenehme Wahrheit aussprechen konnte, erregte ein Aufruhr in der Nähe seine Aufmerksamkeit. Eine Frau schrie mit sich überschlagender Stimme um Hilfe.

Mit Manus an seiner Seite eilte der Älteste in Richtung der Schreie. Auf dem Ohrensessel hielt Lukas die Frau fest, während er in sie stieß. In Raserei und viel zu grob. Lukas’ Gesicht war verzerrt, leuchtete von einer überwältigenden Macht, die tief in seinem Inneren entsprang. Die Frau wand sich schreiend unter ihm.

„Er hat es noch immer nicht im Griff“, murmelte der Älteste. Er winkte Sebastianus und Claudius zu sich heran. „Bringt ihn weg.“

Die beiden Brüder zogen Lukas von der Frau. Aleksander, der ebenfalls neben sie getreten war, legte beschützend einen Arm um die weinende, zitternde Frau. Er sprach beruhigend auf sie ein, während er sie nach nebenan geleitete.

„Es war zu früh für ihn“, meinte der Älteste mit Bedauern in der Stimme. „Er war nicht bereit.“

Manus legte eine Hand auf seinen Arm. „Wir haben einen neuen Bruder gebraucht, nachdem Livius … uns verlassen hat. … Einundzwanzig Brüder … Wir hatten keine andere Wahl.“

Lukas’ Gesicht war immer noch von Leidenschaft verzerrt. Er stieß Verwünschungen aus, während Claudius und Sebastianus ihn an den Oberarmen gepackt hielten, damit er nicht zu der verängstigten Frau gelangen konnte.

„Ihm war nicht klar, worauf er sich einlässt.“ Der Älteste schüttelte den Kopf. „Lukas hätte eine Wahl haben sollen.“

„Er würde sich immer wieder für dieses Leben entscheiden, Bruder. Trotz seines ungezügelten Wesens liebt er es. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil er seine geheimen Wünsche hier ausleben kann.“

Der Älteste war sich all dieser Dinge bewusst. Dennoch bereute er seine Entscheidung, Lukas vor fünf Jahren als neuen Bruder aufzunehmen. Damit hatte der Älteste die Verantwortung für das Verhalten eines Mannes übernommen, das er nicht kontrollieren konnte.

Zuletzt waren ihm viele Fehler unterlaufen.

Ein Teil von ihm schämte sich seiner momentanen Schwäche. Seine Sehnsucht nach einem normalen Leben, die ihn so angreifbar machte. Die Schwärze seiner Seele war ein Produkt seiner Ausschweifungen. Sie war entstanden, weil es für ihn nichts Unerlaubtes, nichts Unmögliches, keine Zurückhaltung, keine Einschränkungen, keine Grenzen, aber auch keine Herausforderungen gab.

Im Augenblick fühlte all das sich nicht richtig an.

Es war notwendig, etwas zu ändern.

Es war an der Zeit, sich vorzubereiten.

Und dann wäre er endlich wieder der Alte.

1. Kapitel

Wien, Mai 2012

„Ich suche immer noch nach einem Thema, mit dem dieser Idiot einverstanden ist. Aber eher finde ich eine Albinoschildkröte auf der Kärntner Straße“, verkündete Eva.

„Was ist denn das Problem deines Professors?“, fragte Mimi mit einem Funkeln in den blauen Augen. „Ich dachte, man kann sich das Thema seiner Dissertation selbst aussuchen?“

„Die Professoren haben Mitspracherecht, damit es sich die Studierenden nicht zu leicht machen.“

Mimi schnaubte. „Du hast ja nicht vor, aus einem Sachbuch abzuschreiben. Du willst lediglich dieses schreckliche Soziologiestudium abschließen.“

„Professor Anson hat gemeint, er stelle hohe Erwartungen an mich“

„Deswegen muss er dich aber nicht so quälen, so dass du deine Freunde vernachlässigst.“

„Du übertreibst.“

„Vielleicht. Aber du wirkst total verkrampft. Du durchforschst schon seit Tagen das Internet, Bibliotheken und Fachliteratur. Du hast nicht einmal mehr Zeit für deinen Sport.“

Eva zuckte mit den Schultern. „Sag das nicht mir.“

„Eigentlich bist du an deiner Situation selbst schuld“, meinte Mimi. „Ich verstehe sowieso nicht, weshalb du dir das alles antust. Du hattest bereits einen Job und hast gutes Geld verdient.“

‚Ich will aber mehr‘, dachte Eva. ‚Auf der Liste der Topverkäufer im Immobilienbüro einmal ganz oben stehen, statt nur die Verträge aufsetzen. Das ist mein Traum.‘

Eva seufzte und holte sich Milch für ihren Kaffee aus dem Kühlschrank. „Du weißt, meine Mutter hat sich immer gewünscht, dass ich etwas aus meinem Leben mache.“

„Deine Arbeit wurde in dem Immobilienbüro geschätzt. Nur weil deine Mutter glaubt, ein Studium sei überlebenswichtig … Nur weil sie vor zwei Jahren gestorben ist …“ Mimi schüttelte den Kopf.

Dabei handelte es sich lediglich um einen Teil der Wahrheit. Evas Mutter hatte sie – geschwächt und ausgemergelt von der Chemotherapie und verwirrt von den Nebenwirkungen der Tabletten – auf ihr neues Ziel eingeschworen: Eva müsse an die Uni, um ihr Schicksal zu erfüllen, um mit dem erworbenen Wissen der Vorhersehung nachkommen zu können – was auch immer das bedeuten sollte. Und dann hatte sie noch etwas von einem Mann fantasiert, der ihre Bestimmung sei.

Doch das würde sie Mimi auf keinen Fall sagen. Ihre beste Freundin würde auf diese Aussagen mit Begeisterung anspringen und sich daran festkrallen wie eine heiratswillige Frau an den Arm eines reichen, gutaussehenden Junggesellen.

Manchmal stellte Eva sich die Frage, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn ihr Vater ihre Mutter nicht verlassen hätte. War ihre Trennung der Grund, weshalb er aus Evas Leben verschwunden war? Ihre Mutter hatte diese Vermutung niemals bestätigt.

Immer noch trieb sie der Wunsch ihrer Mutter an. Ohne deren drängende Bitte hätte Eva das Studium längst hingeschmissen. Und diese verdammte Dissertation würde sie auch noch fertigkriegen. Aufgeben so kurz vor dem Ziel kam nicht in Frage.

„Meine Entscheidung steht fest. Du kannst dir die Mühe sparen“, beendete Eva das Thema.

„Aber du in dieser kleinen Wohnung? Du wolltest in eine größere umziehen.“

„Das war, bevor ich meine Stunden reduzieren musste. Ich hab vorher schon nicht viel verdient.“ Ihr Blick wanderte von den abgenutzten Küchenfronten zu dem wackligen kleinen Tisch.

Ihre Freundin blieb hartnäckig. „Wir könnten immer noch gemeinsam eine WG in einer größeren Wohnung gründen“, schlug sie vor.

„Meine Wohnsituation hat im Augenblick keine Priorität. Wenn ich einen Doktortitel vorweisen kann und einen adäquaten Arbeitsplatz gefunden habe, suche ich mir einen riesigen Palast.“ Eine WG war ohnehin keine gute Idee. Eva war davon überzeugt, dass sie – mit ihrer investigativ veranlagten Freundin in eine Wohnung gesperrt – diese irgendwann zum Teufel wünschen würde.

Nun war es an Mimi zu stöhnen. „Dann lass uns zu deinem eigentlichen Problem zurückkehren: Was sind die Anforderungen an dein Dissertationsthema?“

„Professor Anson will die Studie und Analyse einer Sekte. Sie muss nicht mehr existieren, aber sie soll alt sein, über Jahrzehnte hinweg bestanden haben … Allerdings ist er mit den allseits bekannten Sekten nicht einverstanden.“

„Gibt es überhaupt eine große Auswahl? Wie viele Sekten existieren in Österreich?“

Eva zuckte mit den Schultern. „Die Definition von ‚Sekte‘ ist in Österreich sehr vage. Ob es sich bei einer Gruppierung um eine handelt, wird von Fall zu Fall beurteilt, um Pauschalisierungen zu vermeiden. Professor Anson kann also entscheiden, ob er eine von mir gefundene Gemeinschaft als Sekte bezeichnet und somit für meine Dissertation als geeignet einstuft.“

Mimi verdrehte die Augen. „Und was hast du jetzt vor?“

„Recherchieren“, grummelte Eva. „Als hätte ich es damit nicht bereits mehrmals versucht! Bislang hat Anson jeden meiner Vorschläge abgelehnt. Nein, abgeschmettert! Zehn an der Zahl!“

Mimi tätschelte ihren Unterarm. „Du findest schon einen Ausweg.“

„Wenn ich wenigstens so strahlend blond wie du wäre, könnte ich ihn mit meinem Aussehen um den Finger wickeln.“

„Steht er denn auf blonde Frauen?“

Eva lachte trocken auf. „Ich scheine ihn jedenfalls nicht zu interessieren.“

„Dabei beneide ich dich um dein Haar, Eva. Es hat so einen wunderschönen rötlichen Schimmer.“

„Der ist nur bei gewissem Lichteinfall zu erkennen“, erklärte Eva und griff nach einer von Mimis Haarsträhnen. „Dein glattes Haar wirkt auf Männer viel anziehender.“

„Aber deine Locken sehen immer perfekt aus. Du musst sie nicht stundenlang mit dem Glätteisen bearbeiten, um den Effekt einer Frisur zu erzielen.“

Eva ließ sich auf das leicht zu durchschauende Spielchen ein. „Dafür besitzt du wunderschöne Haut. Ich liebe deine Sommersprossen, Mimi.“

„Und ich hasse sie. Du musst die Sonne nicht meiden.“

„Dafür habe ich andere Probleme. Egal wie lange ich mich bräunen lasse, meine Hautfarbe ändert sich niemals.“

„Vornehme Blässe, nennt man das“, schmetterte Mimi die Beschwerde ab. „Außerdem fällt mir noch einer deiner Vorzüge ein: Ich beneide dich um dein Hinterteil.“

Eva blickte hinter sich und zog die Nase kraus, während sie das Objekt ihrer Unterhaltung betrachtete. „Mein Po ist wirklich perfekt. Schön fest. Nicht zu klein und nicht zu groß.“ Als sie aufblickte, bemerkte sie Mimis Grinsen.

Auch Eva lächelte. „Ein wahrer Prachtarsch!“, fügte sie hinzu. Dann brach sie gemeinsam mit Mimi in Gelächter aus.

„Dein armseliger Versuch hat gefruchtet: Du hast mich aufgemuntert“, gab Eva zu. „Was würde nur aus mir werden, wenn ich eine Freundin hätte, die so langweilig wäre wie ich selbst?“

„Ich bin auf der Suche nach Informationen über Sekten geringen Bekanntheitsgrades“, erklärte Eva eine Stunde später der jungen Frau hinter dem Bibliothekstresen.

Die Bibliothekarin, deren attraktives Äußeres nicht im Geringsten dem Klischee einer alten Jungfer entsprach, zog die Augenbrauen hoch. „Sie waren schon öfter hier, nicht wahr?“

„Leider habe ich nicht gefunden, was ich benötige.“

Die andere schien zu überlegen. „Ich habe Ihnen alle Informationen ausgehändigt.“

„Vielleicht fällt Ihnen noch etwas ein. Die Sekte muss auch gar nicht aktiv sein.“

„Sie haben alle Namen von mir erhalten.“ Die Bibliothekarin zuckte mit den Schultern.

„Bitte, ich bin wirklich verzweifelt auf der Suche nach einer … ausgefallenen Sekte.“

„Na ja, möglicherweise …“

„Möglicherweise?“, hakte Eva sofort nach.

Ihr Gegenüber biss sich auf die Lippe. „Es existierte angeblich eine Gruppe. Gegründet irgendwann vor dem fünfzehnten Jahrhundert. Ich weiß nicht, ob ich sie als Sekte bezeichnen würde … Mitglieder waren, soweit ich weiß, nur Männer … Es gab diese Verbindung mindestens ein paar Jahrhunderte.“

„Perfekt!“, rief Eva. „Das klingt genau nach dem richtigen Studienobjekt.“

Die Frau runzelte die Stirn. „Studienobjekt? Sie wollten sich doch bloß über Sekten informieren.“

„Nein. Ich muss meine Dissertation zu diesem Thema verfassen.“

„Ich weiß nicht …“

Eva hatte den Eindruck, als würde die Bibliothekarin ihre Andeutungen bereuen. Warum war die Frau überhaupt so spät mit der Information herausgerückt? „Bitte!“

„Ich weiß nicht, ob Sie die Richtige sind.“

„Was genau meinen Sie damit?“

Die Frau zuckte mit den Schultern. „Es gibt nicht viele Menschen, die über Ewige Jugend Bescheid wissen. Es fällt mir schwer zu entscheiden, ob Sie diese Information erhalten dürfen.“

Na, super. Ewige Jugend. Das klang nach einer Gruppe vergnügungssüchtiger Tattergreise. Und was sollte die Behauptung bedeuten, dass Eva das alles vielleicht nicht wissen durfte? Wollte die Bibliothekarin sie veräppeln? „Ich verspreche, ich werde versuchen, Sie nicht zu enttäuschen. Geben Sie mir einfach nur die Daten.“

„Es existiert ein Buch aus dem fünfzehnten Jahrhundert über Ewige Jugend sowie ein Anhang aus dem letzten Jahrhundert.“ Die Augen der Bibliothekarin begannen zu glänzen, als würde sie sich an etwas Aufregendes erinnern. „Doch der Titel ist derzeit … hm … von einem Kunden ausgeliehen.“

Eva runzelte die Stirn. „Sie wissen nicht zufällig, wann dieser Kunde das Buch zurückgeben möchte?“, erkundigte sie sich ohne große Hoffnung.

„Um ehrlich zu sein … das Buch ist überfällig. Ich könnte … ja … ich könnte den Kunden anrufen und ihn auffordern, das Buch zurückzubringen.“

Täuschte Eva sich oder wirkte die junge Frau von dieser Vorstellung mehr als begeistert? „Das wäre großartig!“

„Das mache ich gerne für Sie. Geben Sie mir einfach Ihre Telefonnummer und ich melde mich bei Ihnen, sobald ich Näheres weiß.“

„Danke!“ Eva konnte ihr Glück nicht fassen. „Vielen Dank. Dann komme ich vorbei, sobald das Buch da ist!“

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