Eine große Liebe, eine Neuordnung und ewiges Leben

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„Adolescentia Aeterna – Die Neuordnung“

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Aber das Leben ist kein Märchen.

Statt ihre zeitlich befristete Beziehung mit Julian zu genießen, muss sich Eva neben ganz alltäglichen Problemen damit auseinandersetzen, dass Julians Enthaltsamkeit andere Frauen betreffend die Auswirkungen Der Macht beeinflusst. Eva übernimmt Stück für Stück Verantwortung für verschiedene Belange der Bruderschaft. Stellt die Liebe von Eva und Julian für Adolescentia Aeterna eine Gefahr dar? Kann eine Neuordnung der Bruderschaft und eine Lockerung der Regeln die Ewige Jugend vor dem Untergang retten?

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Leseprobe

Wien, August 2012

„Du öffnest nie die Tür, wenn ich vorbeischaue, um zu sehen, wie es dir geht. Bei den Telefonaten bist du immer so reserviert“, beschwerte sich Mimi, kaum dass sie eingetreten war. „Verstehst du nicht, warum ich beunruhigt bin? Vier Tage lang warst du verschwunden. Ich dachte, du würdest in einem Straßengraben liegen und um dein Leben kämpfen!“

„Es tut mir leid.“ Das schlechte Gewissen ließ Evas Herz zusammenkrampfen. Die Notwendigkeit der Lügen und Heimlichkeiten lastete schwer auf ihr.

Mimi schüttelte den Kopf, dass ihre blonden Haare flogen. „Das ist nicht annähernd genug, um meine Seelenqual rückgängig zu machen. Ich hatte schreckliche Angst um dich. Dabei hast du es dir einfach ein paar Tage lang gutgehen lassen.“

„Das stimmt so nicht.“ Eva schälte sich aus der Decke und erhob sich von der Couch. Sie hatte sich auf ein paar Stunden Ruhe gefreut. Allein. Es gab so viel, worüber sie nachdenken wollte. Ihre Welt war aus dem Gleichgewicht geraten, bei all den Informationen, die sie in den letzten Tagen erhalten hatte. „Wie bist du überhaupt hier hereingekommen?“

„Schon vergessen?“, blaffte Mimi. „Ich habe deinen Schlüssel für den Notfall. Und der liegt offensichtlich vor.“

„Wieso denkst du das? Ich melde mich ohnehin jede Stunde bei dir, obwohl ich das übertrieben finde.“ Eva ordnete ihre Kleidung und fuhr sich mit den Fingern durch die schwarz gefärbten Haare. Sie war nicht auf Besuch eingerichtet. Schon gar nicht von ihrer überbesorgten, gluckenhaften besten Freundin.

„Ich will mich lediglich vergewissern, dass es dir gut geht.“ In Mimis Augen war Besorgnis zu lesen. „Ich weiß genau, dass du das letzte Mal, als ich bei dir geklingelt habe, in deiner Wohnung warst und mich nur nicht reinlassen wolltest. Total unhöflich.“

Eva schüttelte den Kopf und griff nach der Decke, um sie zusammenzulegen. Ärger stieg in ihr auf und überdeckte ihr schlechtes Gewissen. „Jetzt krieg dich wieder ein.“

Mimis Nasenflügel weiteten sich derart, dass Eva dachte, im nächsten Augenblick würde Rauch hervorschießen. „Seit wann bist du so undankbar? Hauptsache, du hattest vier Tage deinen Spaß.“

„Ich war nicht im Urlaub.“

„Wenn ich dich genauer ansehe, dann glaube ich tatsächlich, dass mehr dahintersteckt. Die gestraffte Haut, die geglättete Augenpartie. – Hast du eine Schönheits-OP machen lassen?“

Eva schnaubte. „Das würde ich niemals freiwillig tun!“

Die blauen Augen der Blondine wurden groß. „Dann wurdest du dazu gezwungen … vom Dunklen Lord?“

Eva seufzte. Der Dunkle Lord … Julian … ihr Freund … hatte tatsächlich indirekt mit ihrer Verwandlung zu tun. Aber das, was zwischen ihr und Julian lief, war eine andere, ziemlich komplizierte Sache. „So ein Blödsinn! Ich sehe aus wie immer.“

„Das ist nicht wahr.“ Mimi schüttelte den Kopf. „Und das weißt du auch. Meinst du, mir ist nicht aufgefallen, dass du uns allen seit deinem Verschwinden aus dem Weg gehst?“

Ertappt. Ja, Eva versuchte, ein Zusammentreffen mit ihren besten Freundinnen zu vermeiden. Ja, sie hatte das Läuten an ihrer Tür ignoriert. Ja, die drei Mädels durften nicht erfahren, was in diesen vier Tagen wirklich passiert war. Noch nicht.

„Ich hatte einfach viel zu tun.“ Weshalb musste Eva sich überhaupt rechtfertigen? Sie verstand, dass ihre Freundinnen wegen ihrem Verschwinden beunruhigt gewesen waren. Aber dieses Verhör ging zu weit. Die drei sollten ihr vertrauen, auch wenn sie nur vage Andeutungen machen konnte.

„Ich verlange eine Erklärung“, stellte Mimi klar. „Ich will wissen, wo du gesteckt hast. Jetzt sofort!“

„Das geht dich nichts an!“

„Dieser Julian. Er ist nicht der Mann, für den du ihn hältst. Seit du ihn kennst, bist du nicht mehr du selbst. Er tut dir nicht gut.“ Mimi stockte. „Was … Was ist mit deinen Augen? Sie sind ganz schwarz!“ Ihre Stimme klang schockiert.

Verflixt. Eva hatte vergessen, dass sich ihre grünen Augen in absolute Finsternis verwandelten, sobald sie in Rage geriet.

„WARUM SIND DEINE AUGEN PLÖTZLICH SCHWARZ?“

„Ich bin krank“, murmelte Eva widerwillig. Sie musste Mimi etwas erzählen. Und diese Behauptung traf es wohl am ehesten. Erschöpft ließ sie sich aufs Sofa zurückfallen. „In den vier Tagen musste Julian sich um mich kümmern.“

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