Gedanken über das Schreiben 3 – Achtung heiß

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Wenn ihr meine Romane kennt, wisst ihr, dass das Prickeln nicht zu kurz kommt. Darum ist das heutige Thema:

Achtung heiß

 

Was macht einen Roman-Helden sexy?

Da muss man meiner Meinung nach zwischen Realität und Roman unterscheiden bzw zwischen dem, was mir gefällt und worauf Leser stehen. Ich finde Roman-Helden sexy, die wissen, was sie wollen, die selbstbewusst sind und sich um die Frauen, die ihnen etwas bedeuten, kümmern, ohne sie zu bevormunden oder sie zu etwas zwingen, was sie gar nicht wollen. Und natürlich müssen Roman-Helden attraktiv und durchtrainiert sein. Ein Glück, wenn ein athletischer Körperbau durch den Beruf der Charaktere bedingt ist, wie es bei meinen Formel-1-Fahrern der „Racing Love“-Reihe der Fall ist.

Wie seht ihr das? Was findet ihr sexy?

 

 

Sexszenen: Wie heiß darf es sein? En détail oder Schwenk zum Kamin?

Wer mich und meine Romane kennt, weiß die Antwort darauf. Bei mir darf es bei Sexszenen gerne ins Detail gehen. Natürlich muss es geschmackvoll und elegant bleiben. Und gleichzeitig mag ich erotische Szenen sexy und intensiv. Sie dürfen sich über mehrere Seiten ziehen, müssen aber immer zum Rest der Geschichte passen. Eine wahllose Aneinanderreihung von Sexszenen macht für mich keinen guten Roman aus.

Beispiel gefällig? (Da wurde das Thema Verhütung gleich mit eingebaut) …

Während seine Gedanken rasten und er überlegte, wie er Yannik dazu bringen konnte, ihn wieder zu berühren, lauschte er auf die Geräusche hinter sich. Nichts außer den Lauten, die von anderen Paaren im Darkroom stammten.

Dann fühlte er Yanniks Finger auf seinen Hüften. Seine Hose wurde weiter nach unten gezogen. Yannik tastete zwischen Bernards Pobacken. Von irgendwoher hatte er Gleitgel gezaubert. Seine Männlichkeit, verpackt in ein Kondom, rieb an Bernards Haut.

Mit einem leisen Schrei beugte Bernard den Kopf, als ein Finger in ihn eindrang. Eine Sekunde später wurde der von etwas anderem ersetzt.
Bernard rang nach Luft. Er wurde langsam, vorsichtig geweitet. Yannik dabei nicht sehen zu können, bedauerte Bernard. Dafür war er allerdings in der Lage, jede Bewegung überdeutlich zu fühlen. Er hörte den schweren Atem des anderen an seinem Ohr, spürte die zitternden Lippen direkt auf seinem Ohrläppchen.

Yanniks Hände strichen von Bernards Schultern seine Arme runter. Ihre Finger verschränkten sich miteinander. Das Tempo der Stöße beschleunigte sich. Bernard drückte den Rücken durch und schob sich der Bewegung entgegen.

Wie lautet eure Meinung zu diesem Thema?

 

Verhütung im Liebesroman – yes or not?

Die Vorbildwirkung in Büchern sollte nicht unterschätzt werden. Verhütung ist in Zeiten wie diesen ein wichtiges Thema. Ein Pärchen muss sich damit auseinandersetzen, bevor es einen Schritt weitergeht. Warum sollte es in Büchern anders ablaufen, besonders wenn es sich um Contemporary handelt? Wir bilden die Realität ab. Natürlich mit kleinen Abweichungen. Autoren tragen Verantwortung. Junge Mädchen sollten die Selbstverständlichkeit, mit der in Büchern nach dem Kondom gegriffen wird, auch im echten Leben umsetzen. Darum kommt von mir ein deutliches Ja zum Thema Verhütung im Liebesroman.

Seht ihr das genauso?

 

Tabu: Welche Themen haben im Liebesroman nichts zu suchen?

Thematisiert darf meiner Meinung nach in Liebesromanen alles werden. Warum sollten Charaktere nicht mit den gleichen Problemen konfrontiert werden, wie jeder reale Mensch auch. Was ich allerdings nicht gut finde, wenn bestimmte Themen zu positiv abgehandelt werden. Ich halte es für falsch, wenn Autoren Frauen sich glücklich in Männer verlieben lassen, die sie schlecht behandeln, bevormunden, bedrängen, stalken, kontrollieren, schlagen oder gar vergewaltigt haben. Diese thematisch Entwicklung in Liebesromanen halte ich für bedenklich. Das sendet in Zeiten von #metoo ganz falsche Signale für junge Frauen.

Wie lautet eure Meinung zu diesem Thema?

 

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