Bei dem neuen Auftrag von Patrick Harris, einem bekannten Unterwäschemodel und Frauenhelden, läuft von Anfang an alles schief. Ohne Koffer und Verbindung zur Außenwelt sitzt er schließlich auf der schottischen Insel des zurückgezogen lebenden Angus McLean fest. Und dann muss der übertrieben fröhliche Kerl auch noch ständig anzügliche Kommentare machen!

Angus merkt zufrieden, dass seine Flirtversuche Patrick nicht kalt lassen. Die Hoffnung, den smarten Amerikaner irgendwie halten zu können, wächst unaufhörlich, doch passen die beiden wirklich zusammen? Ein schottischer Millionär und ein Model?

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Leseprobe

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Sein Blick wandte sich der Insel zu, die für ein paar Tage sein Zuhause sein würde. In der Dunkelheit wirkte sie nicht sonderlich einladend. Ein Weg, der schwach von Solarlampen ausgeleuchtet wurde, führte den Hügel hoch und verschwand im Nirgendwo. Patrick lief los und war froh, dass die beeindruckenden steilen Klippen dieser Insel weiter entfernt begannen. Um die jetzt noch hinaufzuklettern, fehlte ihm die Energie.

Als er den Hügel erklommen hatte, entdeckte er ein paar hundert Meter vor ihm ein Haus. Riesig, massig und wenig einladend stand es trotzig mitten in dem steinigen Gelände. Wo man hier ansprechende Fotos machen sollte, war Patrick ein Rätsel. Erst einmal war ohnehin die Gestalt interessanter, die sich ihm von dem Gebäude aus mit schnellen Schritten näherte.

Ein kleines Empfangskomitee. Jetzt war das Schlimmste überstanden. Gleich würde man sich um ihn kümmern. Hatte man sich Sorgen um ihn gemacht, weil seine Anreise so lange gedauert hatte? Das Problem mit dem leeren Handyakku hatte bestimmt nicht zur allgemeinen Beruhigung beigetragen. Geschah den Leuten recht, die ihn hierhergeschickt hatten.

Er eilte vorwärts und hielt den Blick auf den Mann gerichtet, der auf ihn zumarschierte. Die dicke Jacke verhüllte viel von der Gestalt des Fremden. Die Kappe, die seinen Kopf bedeckte, machte es Patrick unmöglich, Details zu erkennen. Selbst als sie nur noch ein paar Meter voneinander entfernt waren, konnte Patrick nicht mit Sicherheit sagen, mit wem er es zu tun hatte. Vielleicht war das ein Mitarbeiter der Crew. Sonderlich viel Wert schien er auf sein Äußeres nicht zu legen. Also handelte es sich um niemanden, der bei diesem Shooting etwas zu sagen hatte.

„Sie sind gekommen“, stellte der Fremde statt einer Begrüßung fest, als sie schließlich voreinander standen.

Patrick lachte trocken auf. „Gut erkannt. Die Anreise war ein echter Albtraum. Ich muss sofort die Person sprechen, die dieses Shooting koordiniert.“

„Das ist leider nicht möglich. So jemand ist nicht hier.“

„Noch nicht?“ Er runzelte die Stirn und musterte den anderen Mann. Seiner Einschätzung nach war der Kerl ein paar Jahre älter als er und deutlich schmaler. Die Augenfarbe des um gut zehn Zentimeter kleineren Mannes konnte Patrick nicht erkennen. Doch das Rot des Bartes und der Haare war auffällig genug. Ob er durch und durch schottisch war? Patricks eigener, breiter Körperbau passte besser zu seiner Vorstellung von einem Schotten als der von seinem Gegenüber. Zurück zum eigentlichen Thema. „Sehr ungewöhnlich, dass der Verantwortliche noch nicht eingetroffen ist. Dann bringen Sie mich zu jemandem, der sich hier auskennt.“

Der Fremde lachte heiser auf. „Man hat Sie anscheinend nicht informiert.“

„Worüber? Mein Handyakku ist schon seit einer Ewigkeit leer. Sie haben nicht zufällig ein Ladekabel, das Sie mir borgen können?“

„Ein Handy nutzt Ihnen hier nichts. Es gibt kein Netz. Aber jetzt erklärt sich, warum Sie nichts von der Absage wissen.“

Patrick runzelte die Stirn. Warum sprach der Mann in Rätseln mit ihm? Er war müde und nicht in der Stimmung für Detektivspielchen. „Welche Absage?“, blaffte er.

Der Gesichtsausdruck des Mannes blieb freundlich. „Das Shooting findet nicht statt. Zumindest nicht in den nächsten Tagen. Es gibt eine Unwetterwarnung. Die Leute vom Fotoshooting kommen nicht.“

„Das kann nicht Ihr Ernst sein. Das ganze Drama war umsonst?“ Patrick wandte sich um und sah zum Meer. Das Boot von Sean war nicht mehr als ein kleiner Punkt auf dem Wasser. Den Kapitän konnte er nicht mehr zurückrufen. „Verdammte Scheiße! Dämliches Kackwetter! Zum Teufel auch!“

Hinter sich hörte er etwas, das verdächtig nach Kichern klang.

Verärgert fuhr er herum. „Schön, wenn Sie Ihren Spaß haben, während mir hier die Nerven durchgehen. Ich bin umsonst hierhergekommen und mir wurde alles geklaut. Meine Möglichkeit, gleich wieder von hier zu verschwinden, wird in meinem Rücken gerade immer kleiner. Was zum Teufel soll ich jetzt tun?“

„Sie bleiben erst einmal bei mir.“

[…]

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