Mein Nachbar, sein Freund und ich

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Hot Neighbors

Jennis neuer Nachbar Leonard ist ein echter Leckerbissen: lange, dunkle Haare, muskulös und tätowiert. Schnell findet sie sich in erotischen Fantasien mit ihm wieder. Als die Klimaanlage in seiner Wohnung sie in einer heißen Sommernacht zum Bleiben verlockt, kommt sie ihm auch tatsächlich näher. Soll sie die Möglichkeit ergreifen, als er ihr die Erfüllung ihres geheimen Traumes von einer leidenschaftlichen Nacht mit zwei Männern ermöglicht?

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Leseprobe

  1. Kapitel

Freitagnachmittag

Fünfzehn Uhr und ich sitze allein zu Hause. Wie hat es nur so weit kommen können?

Seufzend trete ich ans Fenster und schaue in die Ferne. Von Weitem kann ich einen Teil des Riesenrads im Prater sehen. Trotz der Schwüle sind einige Wiener auf der Straße unterwegs. Die wissen den Feierabend zu genießen. Sie zu beobachten, frustriert mich.

Ich wünschte, ich hätte jemanden an meiner Seite, einen Freund, einen Partner, jemanden, der sich Gedanken um mich macht. Klar kann ich dafür sorgen, dass ich im Bett nichts vermissen muss. Schließlich braucht es keine Liebe, um Spaß mit einem Mann zu haben. Aber noch bin ich über die Sache mit Sven nicht hinweg. Sonst hätte ich schon die ein oder andere Idee, wie ich mich ablenken könnte. Der neue Nachbar, auf den ich heute einen Blick habe werfen dürfen, wäre eine Möglichkeit. Immer wieder muss ich an ihn denken. Die Fantasie, was dieser starke Mann mit mir anstellen dürfte, lässt mein Herz rasen. Bei der Hitze sollte ich das schnell abstellen.

Aus der Küche hole ich mir ein Glas Wasser und den Apfelstrudel, den ich mittags in der Bäckerei gekauft habe. Damit mache ich es mir jetzt auf der Couch bequem. Im Fernsehen läuft ein Wissensquiz. Ich habe den Ton abgestellt, weil ich die nervige Stimme des Moderators nicht ertrage.

Vielleicht hätte ich doch die Mädels auf dieser Tour ins Salzburger Land begleiten sollen. Maren und Tina haben schon seit Tagen von nichts anderem geredet. Aber hinter mir liegt eine anstrengende Woche. Jetzt in der Ferienzeit ist am Flughafen so verdammt viel los. Die Langstreckenflüge erlauben mir als Stewardess, fremde Länder zu bereisen, in die ich sonst nie kommen würde. Zeit für ein Privatleben bleibt mir allerdings nicht viel.

Dabei gäbe es noch einiges zu organisieren. An der Wand meines Wohnzimmers stapeln sich bereits die Umzugskartons. Dekoartikel, die ich etwas voreilig gekauft habe, verstellen mir den direkten Weg vom Esstisch zur Couch. Bin ich froh, wenn dieses Chaos beseitigt ist!

Ab Montag kann ich in meine neue Wohnung. Ich muss die Wände neu streichen, im Schlafzimmer einen Teppich verlegen lassen, den Einbau der Küche kontrollieren. Die meisten Möbel nehme ich mit, weshalb ich einen Freund gebeten habe, mir seinen SUV zu borgen. Die Kleiderkästen müssen hier abgebaut und drüben wieder aufgestellt werden, bevor ich meine Sachen wieder einräumen kann. Für all das habe ich mir extra die kommende Woche freigenommen. Das nächste Wochenende will ich schon in der neuen Wohnung verbringen.

Ich schaufle den Apfelstrudel in mich rein. Die Liste von Dingen, die mich erwarten, stresst mich. Und wenn ich gestresst bin, esse ich. Gott sei Dank habe ich mir bei meinem Job gute Nerven antrainiert, aber dieser Umzug liegt mir im Magen. Und dazu ist es auch noch unerträglich heiß. Ich trage bloß ein dünnes Hemdchen, und trotzdem läuft Schweiß meinen Rücken hinunter. Sven hat sein Versprechen, die Klimaanlage zu reparieren, nicht gehalten. Jetzt muss ich es allein ausbaden. Noch ein Punkt auf Svens Minusliste.

Hätte er mich nicht verlassen, könnte ich diese tolle Wohnung genießen, ohne ständig trübselig zu werden, wenn mich etwas an ihn erinnert. Ich muss hier weg, um nicht mehr an ihn denken zu müssen und wieder neu anfangen zu können. Nur wegen Sven fühle ich mich in meinen eigenen vier Wänden einsam. Er trägt überhaupt Schuld an vielen Dingen, die gerade in meinem Leben schieflaufen. Wegen unserer Trennung bin ich unkonzentrierter und leichter reizbar. Ich habe mir eine Rüge eingefangen, als ich einem aufdringlichen Fluggast mit harscheren Worten als notwendig klargemacht habe, dass sein Flirten unangebracht ist. Davor hätte ich einen Flug beinahe verpasst, weil ich verschlafen habe.

Es ist höchste Eisenbahn, dass ich die Kurve kriege. Sollte ich meinen Job verlieren, würde ich bald auf der Straße landen. Und sowas steht mir gar nicht.

Vielleicht nehme ich die Einladung des Piloten an, der mich schon seit Ewigkeiten um ein Date bittet. Als ich noch vergeben war, hat mich diese Hartnäckigkeit amüsiert. Aber möglicherweise wäre ein Verehrer, der ehrlich an mir interessiert ist, im Augenblick genau das Richtige für mich.

Auf dem Gang höre ich Stimmen. Ein Mann und eine Frau. Sie halten direkt bei meiner Tür an. Mit viel Schlüssel klimpern und lautem Lachen der Frau wird die Wohnung gegenüber geöffnet. Na, wenigstens mein neuer Nachbar scheint Spaß zu haben.

Dass der sich überhaupt schon traut, Besuch zu empfangen! Heute Vormittag habe ich beobachtet, wie er aus einem riesigen Umzugswagen unzählige Kisten und Möbel geschleppt hat. Wegen des Umzugswagens habe ich stechende Eifersucht empfunden. Für die Menge an Zeug ist er aus meiner Sicht allerdings zu bemitleiden. Er kann seine Wohnung unmöglich jetzt schon präsentabel hergerichtet haben. Ob seiner Begleitung das egal ist? Vielleicht wäre ich auch nicht sonderlich anspruchsvoll, wenn ich bei einem attraktiven Kerl wie ihm landen könnte.

Er entspricht genau meinem Beuteschema: schulterlanges hellbraunes Haar, muskulöse tätowierte Oberarme, stechende blaue Augen. Ein optischer Leckerbissen. Heute Morgen habe ich überlegt, wie schade es ist, dass ich bald wegziehe und deshalb keine nähere Bekanntschaft mit ihm schließen kann. Eine kurze Affäre wäre auch in meinem Sinn. Doch es scheint, als hätte er eine Freundin. Tja, Pech gehabt.

Ob seine Brust behaart ist? Trotz des engen Muskelshirts habe ich das aufgrund der Entfernung nicht erkennen können. Ich liebe bei meinen Kerlen Haare auf der Brust, solange es nicht überhandnimmt.

Die Beine in den kurzen Hosen waren stark gebräunt. Ein Sportler möglicherweise. Ich kann ihn mir nicht in einem Büro vorstellen.

In den Umzugskartons habe ich Bücher entdeckt. Gehören die seiner Freundin? Ich würde gern glauben, dass Lesen zu seinen Hobbys zählt. Nichts ist mehr sexy als ein muskulöser Kerl mit Herz und Hirn.

Vergiss das Herz, mahne ich mich. Das brauchst du schon gar nicht. Sein Hirn kann von Vorteil sein, wenn es darum geht, auf die Bedürfnisse einer Frau Rücksicht zu nehmen. Notfalls reicht aber auch der durchtrainierte Körper. Einer, der sich hart an mich presst.

Meine Brustwarzen beginnen zu kribbeln. Ich lasse meine Hand von meinem Bauch zu meinen Brüsten wandern, streiche mit dem Daumen leicht über eine Spitze, die sich sofort verhärtet. Wenn mir diesen Dienst doch bloß jemand anders erweisen würde!

[…]

„Hot Neighbors“
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