Ein Reise, ein Traumkleid und die Suche nach Mr. Right

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Traue niemals Mr. Right?

Traumkleid sucht Traummann

Maxime und ihre besten Freundinnen fliegen für ein Wochenende nach Frankfurt. Maxime macht sich nach der Ankunft sofort auf die Suche nach dem zauberhaft schönen Kleid, das sie vor drei Jahren hier entdeckt hat. In diesem perfekten roten Kleid – so ist sie überzeugt – wird sie ihren Traummann treffen. Tatsächlich scheint der Kauf des Kleides seine magische Wirkung sofort zu entfalten, als sie sich auf dem Rückweg zum Hotel verläuft und von einem attraktiven Mann auf einem Mofa gerettet wird …

Band vier der Romance Alliance Love Shots-Reihe

love birds, dp DIGITAL PUBLISHERS

ebook EUR 2,99
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Leseprobe

Sommer 2015

Diese Reise würde mein Leben verändern. Dessen war ich mir hundertprozentig sicher. Wenn wir nach diesem Wochenende zurück nach Wien kämen, würde sich mein Schicksal zum Positiven wenden. Ich würde endlich meiner großen Liebe begegnen. Ich wusste es tief in meinem Herzen.

Nun saß ich im Flieger nach Frankfurt und hatte den schlechtesten Sitzplatz in diesem Flugzeug erwischt. Es waren nur mittlere Sitzplätze zwischen Fensterplatz und Gangsitz frei gewesen. Meine Freundin und Kollegin Barbara saß eine Reihe vor mir, Emma zwei Reihen weiter hinten. Und ich hatte das sagenhafte Glück, auch noch bei den Sitznachbarn den Joker gezogen zu haben.

Links von mir machte sich eine Frau breiter, als sie eigentlich war. Von der ersten Sekunde an hatte ich ihren Ellenbogen in den Rippen. Sie rutschte ständig auf ihrem Po hin und her, sodass ich das Gefühl hatte, ein Duracell-Häschen säße neben mir. Ich kam gar nicht richtig zur Ruhe, weil die Frau das Tischchen vor sich herunterklappte und irgendwelches Zeug aus ihrer Tasche kramte. Da wurden ein Stift und ein Block hervorgeholt, der auf den Boden fiel, als sie Unterlagen danebenschob. Anscheinend wollte sie sich auf einen geschäftlichen Termin vorbereiten. Für Mäppchen und Block war der Klapptisch aber einfach zu klein. Fast sehnsüchtig linste sie auf meinen. Überlegte sie, den auch in Beschlag zu nehmen? Das konnte sie sich abschminken!

Ich wandte mich rasch zur anderen Seite. Wenn ich aus dem Fenster sah, würde sie es hoffentlich nicht wagen, mich danach zu fragen. Um nach draußen sehen zu können, musste ich direkt an der Nase des Mannes rechts von mir vorbeiblicken. Ärgerlicherweise empfand er das als Aufforderung, mir seine Aufmerksamkeit zu schenken.

„Ein wunderschöner Tag zum Fliegen“, bemerkte er.

Ich lächelte ihn nur unverbindlich an, antwortete aber nicht.

„Gleich durchbrechen wir die Wolkendecke“, fuhr er ungerührt fort, „dann ist der tolle Ausblick leider verschwunden.“

Na, den Smalltalk hatte er ja super drauf. Solange er mir keine konkrete Frage stellte, musste ich ihm wenigstens nicht antworten.

Eigentlich wirkte er ganz schnuckelig. Er hatte dunkelbraune, kurze Haare, ein kantiges Gesicht und braune, tiefliegende Augen, weshalb man ihm den gefährlichen Bad Boy abgenommen hätte, wäre dieses übertrieben gutgelaunte Lächeln nicht gewesen. Er trug einen schwarzen Anzug und ein hellgraues Hemd. Elegant, aber gleichzeitig modisch. Das stand ihm gut. Dieser nette, gutaussehende Geschäftsmann würde eine Frau bestimmt sehr glücklich machen können. Mich allerdings nicht. Er war mir viel zu gesetzt. Er hätte mir nicht einmal gefallen, wäre er nicht zur falschen Zeit in meinem Leben aufgetaucht.

Nach diesem Wochenende würde ich mich auf die Suche nach Mr. Right begeben. Schließlich wartete ich schon lange genug sehnsüchtig darauf, dass mein Ritter in strahlender Rüstung mich endlich fand. Ich würde die Sache selbst in die Hand nehmen, sobald ich ES besorgt hatte.

Das perfekte Kleid. Das Kleidungsstück, das meine Fantasie seit Jahren beflügelte und das mir endlich den Royal Flash im Liebespoker bescheren würde. Meine Freundinnen erklärten mich jedes Mal für verrückt, wenn ich davon redete, aber für mich war es ein Zeichen, dass es uns an diesem Wochenende wieder nach Frankfurt verschlug.

Ich musste nur noch den richtigen Laden finden. Mit etwas Glück hatten sie das Kleid noch vorrätig und es würde mir passen. In meinem Traumkleid würde mich niemand übersehen. Und dann konnte er kommen. Mein Traummann.

„Fliegen Sie öfter?“, fragte der Fremde vom Nebensitz.

Ganz schön hartnäckig. Ich zuckte lächelnd mit den Schultern. Wenn er dachte, ich würde ihn nicht verstehen, gab er vielleicht auf.

„Sind Sie geschäftlich nach Frankfurt unterwegs?“, bohrte er weiter nach.

Noch einmal lächelte ich höflich und deutete auf mein Ohr. Fiel der Groschen jetzt?

Barbara drehte sich zu mir um. „Alles klar hier hinten? Hast du die Zunge verschluckt, Maxime?“

Damit war meine Muttersprache kein Rätsel mehr. Ich räusperte mich. „Frosch im Hals.“

Ich ignorierte dabei ihr freches Grinsen. Innerlich seufzend wandte ich mich meinem Sitznachbarn zu. „Meine Freundinnen und ich machen einen Lehrgang in Frankfurt.“

„Maxime. Ein außergewöhnlicher Name.“

Wenn er mit einem „für eine außergewöhnliche Frau“ oder ähnlichem Schwachsinn fortfuhr, würde ich ihm eine Szene machen.

[…]

„Traue niemals Mr. Right?“
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