Urlaub, ein großes Geheimnis und die wahre Liebe

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„Zwei Wochen Ibiza“

Für die Liebe lohnt es sich zu kämpfen

In jedem Sommer fliegt Andre mit seinen drei besten Freunden für zwei Wochen nach Ibiza. Jahr für Jahr genießen sie vierzehn Tage Männerurlaub. Scheinbar. Denn in Wahrheit bricht Andre nach der Ankunft zu seiner heimlichen Liebe Nathan auf, von der niemand erfahren darf. Nicht einmal seine Freunde wissen Bescheid.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Nathan möchte endlich mit Andre zusammen sein und mehr als die vierzehn Tage Ibiza mit Andre verbringen. Nach einem Streit muss Andre sich entscheiden: Ist er bereit, zu seiner großen Liebe zu stehen, oder erträgt er es, Nathan zu verlieren? Doch dann ist Nathan auf einmal verschwunden …

Band sieben der Romance Alliance Love Shots-Reihe

love birds, dp DIGITAL PUBLISHERS

ebook EUR 2,99
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Leseprobe

1. Kapitel

Als die Räder des Fahrwerks auf der Landebahn aufsetzten, wurde André in seinen Sitz gedrückt. Je mehr das Flugzeug an Geschwindigkeit verlor, umso schneller ging sein Herzschlag.

Zwei Wochen Ibiza wie jeden Sommer! Mit der Maturareise hatte die Liebe zu diesem Land begonnen. Jetzt erwarteten ihn die zwei Wochen, denen er den Rest des Jahres entgegenfieberte. Endlich startete sein Urlaub von der Realität.

„Kommst du noch mit auf ein Bier?“, fragte Sammy, während sie ihr Handgebäck über ihren Köpfen hervorzogen.

„Sorry, nachdem der Flug Verspätung hatte, möchte ich gleich los.“ André machte Platz, damit sich der Mann vom Fenstersitz an ihm vorbeischieben konnte, und wartete auf seine Kumpels.

„Die Frau muss wirklich der Hammer sein“, meinte Benni vom Sitz auf der anderen Seite des Ganges aus.

In Andrés Magen begann es zu kribbeln. „Das ist sie.“

Die Vorfreude auf das Wiedersehen brachte seine Hände zum Zittern. Die fünfzig Wochen zwischen den Treffen dauerten zu lange. Doch dieses Intervall zu verkürzen, wäre mehr als riskant. Und hieß es nicht, der Reiz des Verbotenen erhöhe das Vergnügen?

„Dann stelle sie uns doch endlich mal vor“, bat Steffen. „Du versteckst sie vor uns jetzt schon seit drei Jahren … Verzeihung, es sind sogar vier.“

„Nein!“, antwortete André. Viel zu schnell. „Keiner von euch bekommt die Chance, sie mir auszuspannen“, fuhr er dann mit gespielt lässigem Tonfall fort.

Gemeinsam mit seinen drei besten Freunden stieg er aus dem Flugzeug und durchquerte den Flughafen. Beim Taxistand am Ausgang wollte er sich von den anderen verabschieden.

Sammy nahm seine Hand in einen Klammergriff. „Komm schon. Nur ein Bier.“

„Aber es ist schon so spät …“

„Dann schick ihr eine SMS und bitte um etwas Geduld.“

Benni boxte André in die Schulter. „Nicht länger als eine Stunde. Danach bist du uns ohnehin ein paar Tage los.“

„Tut mir leid. Ich sollte eigentlich …“ Er zögerte. „Na schön. Wirklich nur ein Bier.“

„Gute Entscheidung“, lobte Steffen und hievte Andrés Koffer ins Taxi.

Das Hotel der drei befand sich nicht weit entfernt. Mit dem ganzen Gepäck im Schlepptau wollten sie nicht zu viel Aufsehen in einer Touristenbar erregen und setzten sich stattdessen auf die Terrasse des hoteleigenen Lokals.

André blickte auf das Meer und versuchte, seine Unruhe unter Kontrolle zu bringen, während die Spiegelung der Sonne das Wasser küsste. Ja, nach küssen wäre ihm auch.

Vor ihnen wurden Gläser abgestellt, mit denen sie anstießen.

„Auf unsere zwei Wochen Ibiza!“, rief Sammy. „Zwei Wochen Sonne, Meer, Alkohol und Frauen. Zumindest für uns.“

„Keine Sorge. Ich werde schon auf meine Kosten kommen.“ André zog einen Mundwinkel hoch. „Ihr hingegen lacht euch vermutlich lediglich einen Sonnenbrand an. Wenn ich daran denke, wie lächerlich Steffen letztes Jahr auf den Fotos ausgesehen hat, weil er mit der leeren Bierflasche auf dem Bauch eingeschlafen ist. Sah aus wie ein seltsam geformter Bikini.“

„Wenigstens hab‘ ich zu Bennis weiß umrandeten Augen in seinem roten Gesicht gepasst, die er nach der Radtour hatte. Die Sonnenbrille war einfach zu groß, weshalb er viel mit einem Pandabären gemeinsam hatte.“

Lachend nahmen sie einen Schluck von ihrem Bier. Die drei waren schon eine ganz besondere Truppe. André wusste seine Freunde zu schätzen. Besonders, wenn sie so viel Verständnis für ihn zeigten.

An ihrem Tisch schlenderte ein schwules Pärchen, händchenhaltend, in kurzen Hosen und mit Hawaiihemden, im Partnerlook vorbei. Andrés Lächeln erlosch.

„Wenn ich es recht bedenke, waren wir gar nicht so peinlich“, meinte Sammy und deutete mit dem Kopf auf die beiden Männer.

Steffen räusperte sich. „Sammy.“

„Wahnsinn. Ich verstehe nicht, warum Leute wie die sich nicht normal benehmen können. Muss man schon von weitem erkennen, dass sie schwul sind? Ehrlich. Sowas brauche ich im Urlaub nicht.“

„Du weißt schon, dass Andrés Cousin in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt, oder?“, erinnerte Benni. „Vielleicht könntest du diese Kommentare in seiner Gegenwart lassen.“

„Na und? Dann hat er halt einen schwulen Cousin! Selbst wenn André vom anderen Ufer wäre, müsste ich nicht auf diesen übertrieben bunten Pärchenlook stehen, oder?“

„Kannst du trotzdem etwas leiser reden?“, bat Steffen.

André stellte sein Bier auf dem Tisch ab. „Lasst uns das Thema wechseln. Benni hat erzählt, vor ein paar Wochen hätte ein neuer Club in der Nähe eröffnet. Wann werdet ihr den besichtigen?“

„Gleich heute Abend“, antwortete Sammy. „Angeblich findet eine Ladies-Night statt. Ich hoffe, die schleppen nicht ihre schwulen besten Freunde an. Sonst braucht man sich als Normalo dort gar nicht an sie ranzumachen.“

„Warum versuchst du dir nicht ein paar Sachen von denen abzuschauen?“, schlug Benni vor. „Deine Anmachsprüche könnten etwas Charme vertragen.“

Während sich eine Diskussion entspann, ob man nun als Softie oder als Bad Boy bessere Chancen bei Frauen hatte, trank André sein Bier leer. Sammys Kommentar zu dem schwulen Pärchen hatte seine Stimmung gedrückt. Sammy benahm sich Andrés Cousin Mike gegenüber immer höflich. Dennoch …

„Einigen wir uns einfach darauf, dass ihr beide ohnehin niemals bei einer Frau landen werdet“, meinte André und stand auf. „Ich werde dann mal aufbrechen. Wir sehen uns in einer Woche zum Fotoshooting.“

Sammy zog eine Grimasse. „Warum sagst du daheim niemandem, dass du nur mitfliegst, um dich mit deiner heimlichen Flamme zu treffen? Stattdessen müssen wir vortäuschen, dass du mehr als einen Tag mit uns verbringst. Das ist sowas von lächerlich.“

„Euch treffe ich mindestens einmal die Woche den Rest des Jahres. Und die ersten Urlaube hatten wir gemeinsam viel Spaß hier. Jetzt habe ich noch andere Prioritäten.“

„Ich verstehe es trotzdem nicht. Warum kannst du deine Flamme nicht einfach mitbringen?“ Der Hitzkopf wirkte verärgert.

André spürte die Last seines Geheimnisses auf seinen Schultern. „Tut mir leid. Das ist kompliziert.“

„Lass ihn endlich zu seiner großen Liebe“, mischte Benni sich ein und boxte Sammy gegen den Oberarm. „André scheint es gar nicht mehr auszuhalten vor lauter Sehnsucht.“

„Bis in einer Woche!“ Steffen schüttelte André die Hand. „Genieß die Zeit.“

Seine Mundwinkel zu einem starren Lächeln gehoben, winkte André den dreien zu und machte sich auf die Suche nach einem Taxi.

Er kannte die Jungs seit ihrer gemeinsamen Schulzeit. Sie hatten viel zusammen erlebt und waren immer füreinander da gewesen. Aber diese eine Sache könnte ihre Freundschaft beenden. Sein Geheimnis musste vor seinen Kumpels und dem Rest seiner Umwelt eines bleiben. Vielleicht für immer. Auch wenn das bedeutete, gezwungen zu sein, auf vieles zu verzichten.

Mit seinem Koffer stieg er in ein Taxi, das ihn nach Es Cubells brachte. Nachdem er den Fahrer bezahlt hatte, musste er einen schmalen Weg einen Hügel hinaufgehen. Hinter einer Biegung entdeckte er das Ferienhaus, das sie seit vier Jahren mieteten. Zwei Stufen zur Veranda hoch. Dann war er endlich angekommen.

Frei.

Er stellte den Koffer neben der Tür ab und hob den Arm, um zu klopfen.

Die Tür wurde aufgerissen, bevor er dazu kam. Andrés Blick fiel auf nackte Füße, dunkelblaue Shorts und einen unbekleideten, sonnengebräunten, breiten Oberkörper.

„Endlich! Du bist furchtbar spät“, meinte Nathan. Er griff nach dem Koffer, legte seine freie Hand in Andrés Nacken und zog ihn ins Haus. „Ich habe mir Sorgen gemacht.“

„Unser ursprünglicher Flug ist ausgefallen. Der neue hatte Verspätung. Und dann wollten die Jungs unbedingt noch etwas trinken gehen. Tut mir leid.“

André schlug die Tür mit dem Fuß zu. Dann umfasste er Nathans Gesicht mit beiden Händen und küsste ihn sanft. Darauf hatte er gewartet. Danach hatte er sich fünfzig Wochen lang gesehnt. Er konnte nicht damit aufhören.

Nathan grinste. André spürte es an seinen Lippen. „Hauptsache, du bist jetzt hier.“ Er presste André an sich. Der nächste Kuss war nicht mehr vorsichtig.

Fünfzig Wochen unterdrückte Leidenschaft und sehnsüchtiges Warten entluden sich in einem einzigen Augenblick. In Andrés Magen bildete sich ein schwerer, heißer Knoten. Sein Körper erzitterte unter dem Ansturm der Gefühle. Seine Hände tasteten über Nathans Rücken, seinen Po, schoben sich unter den Bund seiner Shorts.

Stöhnend drängte Nathan sich näher und rieb seinen Oberkörper an ihm. Er öffnete sich Andrés forschender Zunge und klammerte sich an seinen Schultern fest, als André langsam die Shorts über seine Hüften nach unten schob, bis sie zu Boden rutschte.

[…]

„Zwei Wochen Ibiza“
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